So der üblichen Überlieferung glauben geschenkt werden darf,sollen die ersten Schwerte aus Bronze gefertigt worden sein. Später aus Stahl,und die besonderen Schwerter die nur dem höchsten Ständen vorbehalten waren,entstanden in aufwendigen bzw. hochwertigen Schmiedeverfahren,so soll dieser Stahl aus Meteoriten gewonnen worden sein. Welche wohl dann das Prädikat Schatzschwerter erhielten,und bei der Herstellung nach besonderen Verfahren vorgegangen wurde.
Wie sich diese Schwertherstellkunst heraus entwickelt haben mag,ist heute schwer nachzuvollziehen ohne gleich in die überlieferten mystischen Geschichten eindringen zumüssen.
Die ersten Überlieferungen so ich herausfand,mag wohl die legendäre Aufforderung eines Generals der Zhou-Dynastie im Jahre 632 v. Chr. gewesen sein,der einen Qin Herrscher in etwa mit den folgenden Worten zum Kampf herausforderte:
“Wollen Eure Majestät Euren besten Kriegern erlauben, mit den Unsrigen einen Wettkampf zu wagen?”
Historisch chinesische Aufzeichnungen Zufolge beschreiben,dass während der “Zeit der streitenden Reiche”der König der Zhou einen Schwertwettstreit anordnete. Eine junge Frau namens Yuh Niuy soll sich hier als beste Kämpferin von den etwa dreitausend Schwertkämpfern bei dem sieben Tage andauernden Wettstreit heraus etabliert haben. Ihre Kampfmethoden und -Philosophien wurden über tausende von Jahren weitergegeben. Einige ihrer Aussagen sind zeitlose Kungfu-Philosophien:
“Fechtest du,sei absolut aufmerksam,
dein Auftreten sei so ruhig wie das einer Lady,
in Aktion jedoch sei so bösartig wie ein plötzlich auftauchender Tiger”.
Eine ähnliche Beschreibung lautet:
“Scheinbar schwach und ausgeliefert;
aber kraftvoll wenn entfesselt.
Die offensichtliche Reaktion kommt scheinbar zu spät,
trifft ihr Ziel jedoch vorher.”
Ein weiterer Ausspruch von Yuh Niuy dreht sich um die Essenz des Kungfu:
“Der “Weg”ist so einfach und simpel,aber seine Bedeutung ist zeitlos und tiefgründig.
Der “Weg”hat einen Zugang,und gleichermaßen ein Yin und ein Yang.
Der Zugang öffnet und schließt sich stetig,
Yin und Yang schwächt ab und steigt an.
Ist der “Weg”die Schlacht,sei darin beseelt,
aber sei nach außen ruhig und entspannt;
Zeig dich wie eine Lady,aber reagiere wie ein wütender Tiger.
Da er versteckt ist,zeigt sich der Geist des Körpers beweglich;
Wie ein Sonnenaufgang,bewegt sich der Geist wie ein freigelassener Hase,
Fange den Körper und lass deinen Schatten täuschen wie eine Fata Morgana.
Vor und zurück in einem Atemzug.
Der Geist kann nicht in einer Form gefangen werden.
Und so,immer in Bewegung,kann er auch nicht bestimmt werden.”
Im antiken China wurden viele chinesische Kampf-Stile begründet und bald im Geheimen über die Generationen weitergegeben. Zahlreiche dieser legendären Stile gingen durch die kriegerischen Auseinandersetzungen die unzählige Tote in zahlreichen Kriegen und durch die Auswanderungen verloren. Viele Philosophische Bücher dieser Zeit enthielten Kapitel über den Schwertkampf und erklärten,wie die Wushuprinzipien mit den verschiedensten philosophischen Ideen zusammenhingen.
In etwa um 300 v. Chr. beschrieb der taoistische Philosoph Zhuang Tsu in seinem “Buch des Meister Zhuang”unter anderem Schwerttechniken und die Beziehung zwischen Gesundheit und Atmung. Er schrieb von einer taoistischen Atemmethode zur Verbesserung der Qi-Zirkulation,welche die Tiefenatmung beinhaltete.
Während der Zeit als die Westliche,frühe Han-Dynastie:206 v.u.Z. –9 n.Chr. sich herausbildete, wurden auch immer mehr Schwertmethoden in den regulären Ausbildungsplan der Militärs aufgenommen.
Zu diesen Zeiten sollen auch die Taoisten die von einem gewissen Yue Nu und anderen auf dem Yin-Yang-Prinzip gegründeten Kampftechniken des “Schwertspiels”mit dem Augenmerk auf der Qi-Zirkulation geübt haben. Welche sich vortrefflich auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes und der Kampftechniken gut ausgewirkt haben.
Während der Han Dynastie verbreitetet sich der Begriff Wu-yi XE “Wu-yi” für den unbewaffneten und bewaffneten Kampf. Pan Kuo war ein Gelehrter dieser Zeit und lebte von 32-92 n. Ch. Er wurde berühmt für sein Buch,das “Han Shu I Wen Chih”,welches ca. 84 n. Chr. komplettiert wurde. Der Titel lautet übersetzt etwa “Chronik der Han-Dynastie”oder “Das Han-Buch über die Künste”. Darin zeigt er in den “Sechs Kapitel des Kampfes”,wie wichtig und verbreitet das Wuyi war. So werden 13 verschiedene Kampfstile mit insgesamt 100 verschiedenen Techniken beschrieben,sowie auch Waffentechniken. In Kapitel 3 werden Übungen Hand- und Fußtechniken zum waffenlosen Kampf beschrieben. Es enthält 38 Beschreibungen über den Schwertkampf
Unter Kaiser Tai-tsung (Li Shimin) erreichte China zwischen 627 und 650 einen erneuten kulturellen und wirtschaftlichen Höhepunkt seiner Geschichte. China erreichte mit Hilfe von Kriegsführung eine riesige Ausdehnung
Während dieser Zeitspanne sollen auch die Techniken mit dem Schlachtschwert und dem geraden Schwert wurden nach Japan gelangt sein.
Kaiser Tai-tsung (Li Shimin) beschenkte das Shaolin-Kloster in Anerkennung ihrer für die Dynastie erbrachten Leistungen mit umfangreichen Ländereien,wodurch der Reichtum und die Macht des Shaolin erneut zunahm. Der Kampf,ob waffenlos oder mit Waffen,hatte einen hohen Stellenwert erlangt. So wurden Militär und Gelehrte gleichermaßen angehalten,sich in den Kampfkünsten zu üben. Der Schwertkampf war sehr beliebt und wurde oft bei Feiern und anderen gesellschaftlichen Anlässen vorgeführt.
Im 14 Jahrhundert erschien ein Mann namens Wang,auch genannt “Adlerklaue Wang”.
Wang war ein beherzter Schwertkämpfer aus dem Provinz Hubei in Anhui. Er soll von Zhang Sanfeng die Geheimnisse der Vitalpunkte gelernt haben und entwickelte so zu den schon “erfundenen”Vitalpunkt-Angriffs-Techniken Schlagen mittels der Handfläche,Stoßen mit den Fingern,“Klatschen”mit der Handfläche sowie allgemeine Stöße mittels Faust,Ellenbogen,Knie etc. die Techniken des Ergreifens von Vitalpunkten.
So wird berichtet,dass “Adlerklaue Wang”alle Angriffstechniken kombinierte und so ein System von 108 Angriffstechniken auf die 108 vitalen Punkte des Menschen entwickelte. Wang war durch seine hervorragende Kungfu Ausbildung allerdings auch in der Lage,schwer getroffene “Opfer”wiederzubeleben. Dazu benutzte er ebenfalls seine Kenntnisse der Vitalpunkte,nur zur Wiederbelebung benutzte er im Gegensatz zu einem Angriff die positive Stimulation der Punkte.
Zweihändig geführte Schwerter spielten eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Piraten.
(Quelle unter anderm die vielen Hinweise die im Internet zufinden sind.)